Jahresrückblick

2017. 🤔

Ein knackiges Jahr.

Die reinste Achterbahnfahrt. 🎢

Ich war über die Hälfte des Jahres schwanger.🤰

Wir lernten die Gängelei im Jobcenter kennen.

Ich lernte, dass ich mich letztlich nur auf Teile meiner Familie 100%ig verlassen kann, wenn es mir wirklich schlecht geht. (Und zwar von denen, bei den ich immer weiß, dass sie für mich da sind ❤️)

Ich lernte, dass ich stark sein kann, wenn ich am liebsten nur noch aufgeben möchte. 💪

Ich stand Ängste aus.😥

Ich erfuhr meine Grenzen.

Meine längste Freundin aus Kindertagen heiratete ihre große Liebe. 👰

Mein Garten wurde Teil des Hortus-Netzwerks. 🌺🦋🐝

Nachdenklich blicke ich zurück.

Nachdenklich blicke ich nach vorn.

Wir gehen zu viert ins neue Jahr. 👨‍👩‍👧‍👦

Mir ist bewusst wie viel Glück wir hatten.

Ich bin dankbar für jede Erfahrung, auch wenn ich mir gewünscht hätte, ich hätte manch eine davon nicht machen müssen.

Ich hoffe, dass ein paar der neuen Freunde mich ein ganzes Stück des Weges weiter begleiten werden.

Kommt allesamt gut ins neue Jahr.

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Mobbing im Kindergarten 

Seit September geht der Krümel in die große Gruppe. Nichts mehr Krippe.in der Krippe war sie eine der Großen, jetzt ist sie eine der Kleinen und leider ist sie auch körperlich eher klein. Außerdem ist sie noch nicht ohne Windel. – Und da geht das Theater schon los.

Im Sommer gab es einen Elternbrief wegen Engelbert Strauss Hosen. Kinder hatten andere Kinder im Wald nicht mitspielen lassen, weil sie keine Engelbert Strauss Hose anhatten.

Da habe ich mich dazu hinreißen lassen, mich darüber aufzuregen, dass das ja schon ein Armutszeugnis sei, wenn die Kinder Zuhause solche Werte vermittelt bekommen. Von alleine kämen die wohl nicht darauf, dass das so was besonderes sei.

Es traf versehentlich den richtigen. Ein Vater eines solchen Kindes stand daneben und war peinlich berührt.

Die Große ist nun in der Situation, dass sie gehässig „kleine N.“ genannt wird, obwohl sie die einzige ihres Namens ist. „Baby N.“ fällt auch und wäre ich nicht daneben gestanden, hätte ich es nie erfahren. Sie ist 3,5 Jahre alt. Sie kann mir nicht sagen, was genau das Problem ist, aber ich merke wohl, was daraus entsteht.

„Ich will nicht in den Kindergarten.“

Nun, eigentlich ging sie immer gern. Ich ertappe mich, wie ich sie zu überreden versuche. Immerhin zahle ich für den Platz und eigentlich gibt es viel zu tun Zuhause, was ohne sie schnelle geht. Bei dem Gedanken schäme ich mich dann. Ich liebe unsere Tochter.

Irgendwann entwickelte sich das Gespräch morgens so: Weiterlesen

Routine? – 4 Monate danach

Ich weiß gar nicht, wieviele Blogbeiträge ich angefangen habe. Ich bekam keinen fertig. Ohnehin war ich irgendwie „blockiert“.

So vieles ist passiert. So vieles musste verarbeitet werden. So vieles musste sich einspielen.

Ich versuche mal zusammen zu fassen, was geschah.

Vier Tage nach dem Kaiserschnitt wollte man mich entlassen, weil es mir gut ging, unser Sohn lag aber noch auf der Neo. Mit Milcheinschuss, Hormonen etc. kämpfend brach ich in Tränen aus, weil es hieß, er müsse noch bis Mittwoch bleiben. Es war mir aber nicht möglich und ich hielt es auch nicht für zumutbar, 30 km hin und zurück zu pendeln, mit kleinem Kind Zuhause etc. Ich kämpfte um mein Begleitbett und wurde dann irgendwo auf der Gyn geparkt, damit die „Woche“ wieder frei war. Ohnehin waren sehr viele sehr schnell entlassen worden. Montag ist Kaiserschnitt-Tag. Am Wochenende war die Woche fast aus allen Nähten geplatzt. Wir waren am Sonntag zu zehnt in der Entlass-Aufklärung gesessen und wie am Fließband mit Unterbrechungen wegen Notfall bei der Abschlussuntersuchung untersucht worden. – Ja, so eine Klinik-Entbindung in einem Level 1 Krankenhaus is total erstrebenswert. Man ist kein Mensch mehr, man ist eine Nummer und das nicht, weil das die Klinik sol wollen würde. Es ist ein System-Problem, welches sich verschärfen wird, weil die Politik und die Kassen das so wollen.

Zuhause hatte ich dann eine Hebamme. Nun ja, mehr oder weniger. Sie kam in der ersten Woche zweimal, dann nur noch wöchentlich und war insgesamt 5x da. Sie hat nach uns gesehen und das Kind gewogen, welches mit 2100 g entlassen worden war und dann echt richtig gut zunahm. Während man mich nur entlassen wollte, wenn ich eine Pumpe und Flaschen habe (die ich dann 3mal benutzt habe), klappte das Stillen Zuhause natürlich bestens ohne die ganze Routine und den Geräuschpegel auf der Neo drum herum. Er nahm anfangs 500g/Woche zu (Ja, so haben wir auch geguckt!).

Nach „Wochenbett“ (die Große wollte in die Kita gebracht werden), Wundheilungsstörung an der Kaiserschnittnarbe (ich als Krankenschwester hab da prompt interviniert, bis zur Frauenärztin und die hat mich adäquat da durch geleitet, weshalb alles inzwischen komplikationsfrei verheilt ist) ist mein Blutzucker wieder normal und die Routine hat uns gefunden.

Ich bringe morgens die Große in die Kita (inzwischen hat sie die Gruppe gewechselt zu den Großen und das war auch so eine Geschichte) und na ja… jetzt bekommt das Baby die gleichen witzigen Flecken wie die große Schwester damals, als dürfen wir das Allergiescreening von Vorne beginnen und die Kuhmilch wird wieder verbannt. Auch hier hat uns die Routine quasi wieder. Die Große ist allerdings inzwischen allergiefrei.

Das Baby hat inzwischen aber eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. Zu klein? Zu leicht? Nichts mehr davon zu sehen. Er dürfte jetzt wohl so 6 kg haben und wächst gerade so richtig schön in Kleidergröße 74 rein. (Die ersten Sachen in 62/68 sind zu klein geworden.)

4 Monate sind vergangen… Die Narbe zwickt noch. Die Haut ist immer noch taub. Die Bauchmuskeln sind teilweise noch etwas… unbefriedigend instabil. Der Rückbildungskurs ist inzwischen um. Mein Beckenboden is meine kleinere Sorge. – Die Kinderplanung ist für mich durch.

Ich ertappe mich dabei, dass ich eigentlich auch nicht mehr über ein Jahr stillen möchte. Vieles geht mir durch den Kopf. Irgendwie habe ich so manches immer noch nicht verdaut. Aber es versteht keiner. „Hauptsache das Kind ist gesund“? Ich wollte nie einen Kaiserschnitt, aber in dem Moment ging es eben nicht anders und dafür ist er da. Mir fehlt irgendwie das Bonding zum Baby wie ich es bei der großen Schwester damals nach der Geburt hatte. Mir fehlt das Erlebnis, es geschafft zu haben aus eigener Kraft.

Ich fühlte mich nach der Entbindung beraubt. Ich wurde aufgeschnitten, das Baby wurde rausgeholt, mir kurz gezeigt und dann weggebracht. Das hat nichts mit dem Erlebnis damals bei der Geburt der Großen zu tun. Die habe ich geboren. Das habe ich geschafft. 24h Wehen. Davon 20h eigentlich nur Eröffnungswehen. Ich habe sie geboren. Aufgeschnitten werden und dann mein Kind nur kurz sehen, weil es zu leicht war, das ist nicht das Gleiche.

Bei allem, was hätte schief gehen könne (und das ist mir vollkommen bewusst), fehlt mir da ganz viel und diese Gefühle kann man nicht abstellen. Die muss ich aufarbeiten. Mit mir ausmachen. Das wird noch Monate dauern.

Zwei Jahre habe ich gebraucht, die Ängste aus der Schwangerschaft der Großen (drohende Fehl-/Frühgeburt) aufzuarbeiten. Wie lange es dieses Mal dauern wird?

Ich hab das Baby lieb. Wirklich. Aber irgendwie ist dennoch alles anders. Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen. – Und es tut mir weh, dass es so anders ist.

 

Reißleine bei 38+2

Wenn das Baby nicht mehr wächst und zunimmt, kommt der Punkt, ab dem draußen besser ist als drin.

Während bei meiner Frauenärztin das CTG noch in Ordnung war, war es in der Klinik dann schon schlecht.

Mit jeder kleinen Wehe, die ich bekam, ging die Herzfrequenz runter. Insgesamt passierte das gestern Nachmittag dreimal.

Deswegen war das Thema „Einleitung“ dann auch schnell ausdiskutiert. „Eilige Sectio“.

Seit 16:51 sind wir zu 4t. Er wog 2130g und war 45 cm groß – und kam dann recht schnell auf die Neo. Ich habe ihn nur ganz kurz im OP gesehen und dann drei Stunden später im Brutkasten streicheln dürfen.

Gegen Mitternacht durfte ich den Minikrümel da erste Mal halten und stillen. Klappte besser als erwartet.

Aktuell habe ich Schmerzen und fühle mich echt sehr unbeweglich. Medikamente helfen nur bedingt. – Tut mir leid, das jetzt sagen zu müssen: Aber jetzt verstehe ich noch weniger, warum man sowas geplant macht. Die normale Entbindung war definitiv angenehmer hinterher.

Was genau nicht gepasst hat, lass ich mir später noch mal bei der Visite erklären. Irgendwas war mit Plazenta und Nabelschnur nicht okay. Mehr hab ich noch nicht verstanden.

2 Cent zu Hamburg 

Es tut mir leid, dass alle, die ordnungsgemäß demonstriert haben, nun unter der gesamten Eskalation leiden müssen, weil ihre Botschaften nicht mehr wahrgenommen werden.

Auch die Anwohner tun mir sehr leid.

Mir tut es leid, dass so viele Steuergelder verschwendet wurden für eine Veranstaltung, bei der sowieso wieder nix rauskommt.Mir tut es um jeden Verletzten leid. Keiner hätte sein müssen.

Wer mir mir nicht leid tut? Die Entscheidungsträger! G20 in Hamburg war ne Schnapsidee. Mitten in der Stadt. Nehmt nächstes Mal doch einfach gleich Berlin.
Als nächstes kommt dann bestimmt wieder ein Gesetz, dass das Demonstrationsrecht beschneidet und damit alle, die sich an die Regeln halten, bestraft. (Man könnte ja fast glauben, das sei alles geplant)

37+0 und Sorgenfalten 

Irgendwo zwischen „wie groß ist denn das Kind und haben Sie zu viel Fruchtwasser?“ habe ich wohl vergessen, dass es auch anders laufen kann.

Solange ich keine Süßigkeiten esse, ist mein Blutzucker super und zu groß ist das Kind nicht und das Fruchtwasser war auch immer in Ordnung.

Zwischen nervigen Senkwehen und sich weniger bewegendem Kind, weil ja weniger Platz, musste ich mir jetzt immer wieder anhören wie klein mein Bauch doch sei.

Nun, vor 4 Wochen hieß es ~2 kg, heute ~2550g und _wenig_ Fruchtwasser. Außerdem schaffte ich zierliches Persönchen es heute auf einen Blutdruck von 160/90. Hoppla? Was ist los? Plazenta o.B., also ohne Befund, also unauffällig.

Schon etwas komisch alles. Blut wurde abgenommen. Werte unauffällig. Alle. Also keine Gestose. CTG war ja auch okay soweit.

Was läuft da vielleicht schief?

Nun muss ich dazu sagen, dass Krümelkind auch nicht groß und schwer war und mir kein auffälliger Fruchtwasserbefund von damals bekannt ist (mein damaliger Frauenarzt war aber eh eher… na ja….). Sie hatte so 2960g und 49 cm bei der Geburt.

Zwischenzeitlich war ER total unruhig und wollte ne zweite Meinung im KH haben, aber davon ließ er sich abbringen als der Anruf von meiner Ärztin kam, dass die Blutwerte alle in Ordnung sind.

Nächste Donnerstag muss ich wieder hin. Ich halte solange mal den Bach ganz flach und mach nicht mehr als nötig.